Gestern Morgen blies ein recht frisches und schon recht stürmisches Lüftchen.
Trotzdem marschierten wir noch zu einem vom Parkranger als Viewpoint uns empfohlenen Wegstück etwas unterhalb unseres Stellplätzchens … bis wir ankamen, hatte der Wind auch die wolkigen Schlafmützen von den Gipfel geweht und wir konnten die versprochene Aussicht in vollen Zügen genießen …
… ehe wir dann das Womo talwärts rollern ließen, nicht jedoch ohne noch einmal einen kurzen Zwischenwanderstop einzulegen, um
nochmals durch einen der letzten Urwälder Europas zu marschieren
wagemutig in die Tiefe zu schauen ![]()
auch hier die phantastische Aussicht
und den Blick auf den Skakavac – mit 75m einem der höchsten Wasserfälle des Landes – zu genießen.
Im Ort nutzten wir “unsere” Wasserstelle natürlich gleich noch einmal , zum Auffüllen …
ehe wir dann die nordöstlichste Straße Bosniens befuhren … diese führt entlang der DRINA – Schlucht … landschaftlich wunderschön gelegen,
schießen hier momentan Campingplätze und Raftingressorts wie Pilze aus der Erde.
Nach ca. 15 km immer oberhalb des Flusses …
führte uns diese Holzbrücke …
in unser nächstes Urlaubsland …
Nachdem wir bislang in Bosnien mit MARK bezahlen konnten, werden wir hier unsere Rechnungen nun in EURO begleichen …aber vorerst ging die Panoramatour des gestrigen Tages kostenlos weiter … jetzt ist es die PIVA – Schlucht an deren Berghängen sich in unzähligen Kurven und vielen – einfach in den Fels gehauenen Tunneln sich unsere Straße entlangschlängelt und dabei …
… erst dem Flusslauf folgend und anschließend dem riesigen in einige Seitentäler mündendem Pivastausee …
auch bei unserem kleinen Abstecher und ersten Besichtigungsstop in Montenegro – dem Kloster Piva war kein Euro als Eintritt zu entrichten … diese winzig kleine Klosteranlage gehört zwar hier zu den bedeutendsten Klosteranlagen des Landes, ist aber in keinster Weise mit denen in Rumänien zu vergleichen.
Das Besondere an diesem Kloster ist, dass es sich vor 1976 seit seiner Gründung Ende des 16.Jh. durch die Osmanen als serbisch – orthodoxe Kirche an einem etwa 9km entfernen Platz befunden hat.
Das historisch wertvolle Kulturgut war jedoch von der Flutung des Tals durch den Piva-Stausee bedroht. Und so wurde das Kloster 1968 Stein für Stein abgetragen, die Fresken wurden von den Wänden abgelöst und nach 12 Jahren mühevollster Kleinarbeit originalgetreu an seinem heutigen Standort wieder aufgebaut.
… doch unsere Fahrt mit phantastischen Landschaftsausblicken war noch nicht zu Ende und ließ bei uns Erinnerungen an die schottischen Highlands aufkommen …
Es ging in den Durmitor –Nationalpark – der seit 1980 auch zum UNESCO Weltnaturerbe gehört …
… am Anfang eher nur recht hügelig, stellte sich schnell eine imposante, aber auch recht winddurchzauste Bergkulisse ein …
…die uns am Fuße des 2401m hohen Prutas
einen idealen Übernachtungsort bot.
Nach all diesen wunderbaren Bildern zog die Natur nun noch einen weiteren Joker aus der Tasche – färbte die Landschaft golden und bot uns einen Sonnenuntergang der Superlative …
und als sei das alles nicht schon genug, gab es sogar noch einen perfekten …
Regen
bogen …
Nach einer recht kühlen 5°C Nacht auf immerhin ca. 1825m Höhe … bot sich uns heut Morgen perfektes Wanderwetter : mit Sonnenschein und ohne den unangenehmen / kalten Wind von gestern… also Wanderschuhe an und den “ Hausberg” anvisiert …
auf einem zwar steil ansteigenden, aber gut zu laufenden Pfad ging es recht zügig voran …
… nach DEM …
…. Wegzeichen änderte sich das dann jedoch schlagartig … und wenn schon Tom mir zuruft:
“ naja schön langsam und auf allen vieren müsste es gehen” verheißt das nicht gerade einen ausgelatschten breiten Wanderweg – sondern eher …
…Kraxeltour mit schöner
Tiefblickgarantie ![]()
als dann auch noch der Pfad als Gratweg
weiterging und die Wanderkarte diese als Strichlienenweg markierte Strecke für die kommenden 3km so fortführte – siegte die Vernunft über den Ehrgeiz und wir “wendeten”
…zurück auf weniger steilem und Adrenalin freisetzendem Terrain gab es erst mal einen ausgedehnten Fotostop
mit dem Blick zurück …
… und vorwärts …
… denn Tom hatte den etwas kleineren Nebengipfel ins Auge gefasst … dahin gab es zwar keinen Wanderweg, das Gelände bis hinauf, schien aber machbar zu sein … also dann … in Gipfelstürmermanier auf in wegloses Terrain…
… erst etwas bergab …
anschließend wieder hinauf, aber immer umgeben von phantastischen Bergsichten…
und dann stehen wir auf UNSEREM Gipfel … dem 2302m hohen GRUDA
Hier oben genießen wir den imposanten Rundumblick
die absolute Stille und den Sonnenschein, testen die verschiedensten Fotoeinstellmöglichkeiten …
und fotografieren, fotografieren, fotografieren …
… aber irgendwann hieß es dann doch, den Rückweg anzutreten
aber auch immer noch einmal innezuhalten und diese Landschaft zu genießen
nun sind wir zurück am Stellplatz,
an dem inzwischen noch weitere Womo`s unserer Schnecke Gesellschaft leisten, wir mit anderen Urlaubern plaudern und Tom sein “Feierabendbierchen” genießt …
Super schön!!!! Danke!