Moldauquelle

.. um den Superlativen des ersten Tages (einzigartig / älteste) am letzten Tag unserer Kurzreise noch einen hinzufügen zu können, waren wir heut in dem mit 1065m üM Tschechiens höchstgelegenstem Ort, in Kvilda.
Allerdings nutzten wir nur die vorhanden Parkmöglichkeiten, um noch einmal bei herrlichstem Wanderwetter auf Schusters Rappen unterwegs zu sein…Ziel war die Moldauquelle…

Nun warten wir alle drei schon sehnsüchtig auf Ende August, um ein neues Schneckenabenteuer zu beginnen… ?

Wandertag

Wir wollten im Schloss Hluboka Gelerntes uns gleich noch “in Echt” anschauen und haben uns dazu auf den Weg zu den Schwarzenbergischen Schwemmkanälen gemacht.
Dieses 1789 in Auftrag gegebene Kanalnetz bestand aus einer Gesamtlänge von 52km, 87 Brücken und einem über 400m langen Tunnel, um auf diesem Wege dringend benötigtes Brennholz bis nach Wien zu befördern… Unser Stellplatz befindet sich nun direkt am unteren Tunnelausgang und ist neben einem ruhigen Park- und Schlafplätzchen auch idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in Tschechiens größtem Naturschutzgebiet …

also wurden heut Morgen die Wanderschuh geschnürt und los ging es zu einer recht abwechslungsreichen Wanderung… …

.. immerhin reichlich 25 km und über 900 Höhenmeter sind da heut zusammengekommen… jetzt liegen wir gemütlich in unserem Bett und schmieden Pläne für den morgigen und vorerst leider schon wieder letzten Schneckentag

Alte Gemäuer

Nach einer geruhsamen Nacht ging es heute zuerst zum tschechischen “Neuschwanstein”… dem zamek Hluboka nad Vltavou… durch einen gepflegten Park gelangt man zu dem ganz in weiß gehaltenem Prunkschloss …

bei der Führung werden nur einige wenige der über 140 Zimmer den reichlich vorhandenen Touristen gezeigt…leider war fotografieren nicht erlaubt… aber es hätte sich gelohnt, eine Bibliothek mit über 12000Bänden, tollen Schnitzarbeiten, gewebten Wandbehängen und vielem mehr…

… SO hält sich also mein Göttergatte an Verbote ?…
… aber ihm sei “verziehen” hat er uns und unsere Schnecke doch schrammenfrei durch enge Gassen zu unserem nächsten Tagesziel – in die von der Moldau umspülte und unter UNESCO-Schutz stehende Stadt Cesky Krumlov chauffiert…

Diese wunderschön restaurierte Altstadt, mit ihren vielen kleinen Geschäftchen, Restaurants und herrlichen Ausblicken u. a. auf die Burg, den Fluss, die dreistöckige Mantelbrücke hat einen ganz besonderen Charme…

… den jedoch nicht nur WIR sondern Busladungen voll weiterer Touristen genießen wollten…

dementsprechend hoch sind daher auch die Preise in den Restaurants, fürs Parken etc.,aber wir haben den Bummel durch das Städtchen trotz des Trubels genossen…

oznor

im späten Nachmittag haben wir dem quirligen Treiben lebe wohl gesagt und sind – vorbei an herrlich blühenden Wiesen zu unserem Übernachtungsplätzchen

Männertag.. ???

Hier in Tschechien ?? ist das kein Feiertag und in den kleinen Ortschaften auf unserer Tour geht es sehr geruhsam zu… Denn heut Morgen hieß es Motor an und Bremsen los, um unser erstes Tagesziel… die hoch oben, auf einer schmalen Felsnase, am Zusammenfluss von Otava und Vlatava gelegene Hrad Zvikov zu “erobern”. Die ersten Mauern dieser Anlage wurden schon im 12.Jh errichtet und da man sie lange Zeit für uneinnehmbar hielt, bewahrte man hier zeitweilig auch die böhmischen Kronjuwelen auf…
WIR haben sie “eingenommen” …

und als so ziemlich einzigste Gäste hatten wir die Gelegenheit in Ruhe das alte Gemäuer mit seinem Buckelquaderturm zu erkunden. Dieser gilt als Besonderheit und einzigartiger Bau in Böhmen … schon um 1220 mit quadratischemGrundriss entstanden , 20m hoch und einer Wandstärke von 3,5m , die aus 44 Schichten grob behauenen und nach außen konvexen Buckelquadern besteht…

cof

Aber dieser Turm sollte heute nicht die einzigste Besonderheit bleiben, denn unsere Tour führte uns in das beschauliche Städtchen PISEK, in dem die im 13.Jh.erbaute Kamenny most – die Hirschbrücke als älteste steinerne Brücke Böhmens die beiden Ufer der Otava verbindet… …

bei einem Päuschen am Ufer haben wir in Erinnerungen an unser schönes WE in Regensburg gekramt.Übrigens war bei der großen Flut 2002 die Brücke komplett überspült. In der alten Mälzerei der Stadt gab es dann ein zünftiges Männertagsbier und ein echtes Riesenschnitzel

so gestärkt ging es dann auf Stellplatzsuche…
wir sind fündig geworden und werden bis morgen hier
mit Seeblick den Tag ausklingen lassen ?

Saisonstart 2018

Halli, hallo Ihr Lieben… heute Nachmittag war es endlich wieder soweit… wir sind in unsere nun schon 5.Schneckensaison gestartet ?.
Ziel unserer Männertags-WE – Kurztour ist erneut der Böhmerwald…
Nach Tank und Einkaufsstopp erreichten wir nach genau 4Std. unser anvisiertes Übernachtungsplätzchen…den leeren und ruhig gelegenen Parkplatz am Schloss in Dobris
Nach einem leckeren Abendmahl ??in der Schloßschänke ging es zu einem Verdauungsspaziergang rund um das Areal des Rokokoschlosses… der französische Lustgarten mit seinem imposanten Kaskadenbrunnen ist leider bis 2020 wegen Rekultivierung geschlossen, aber durch den, nach einem Gewitterregen, dampfenden und mystisch anmutenden englischen Park konnten wir bummeln…