Im Quellgebiet von Ali Pascha

Heute Morgen, am Freitag, den 13.09. ließen wir es geruhsam angehen, stand fast nur die Fahrt ins montenegrienisch – albanische Grenzgebiet  auf unserem Tourenplan.

Wir verlassen die majestetisch rauschenden Urwaldriesen,

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den – für unseren Geschmack ziemlich überteuerten (14,00€ ) – Nationalparkstellplatz,  das Tal der Tara

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und rollern durch einsame Landschaften über das Komovi – Gebirge weiter Richtung Süden. So kann auch Tom die immer wieder herrlichen Ausblicke …

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genießen, wenn nicht gerade solche und ähnlich – große Fahrzeuge auf den schmalen Sträßchen unseren Weg kreuzen…

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… chapeau vor meinem Fahrer, wie er da  uns und unsere Snail  immer vorbeimanövriert!!

Nach dem Bergpass wurde die Straße dann wieder breiter und wir rollern  in ein wunderschönes Tal hinab, welches im Frühjahr ein Blütentraum in weiß sein muss, bei den vielen Bäumen auf steilen Streuobstwiesen…

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Das erste Besichtigungsziel des Tages sollte ein – sich  eigentlich sich im Ort Plav befindliches – Freilichtmuseum sein. WIR haben es jedoch nicht gefunden und daher dieser ziemlich  verkehrstechnisch chaotischen und erstmals auch wieder sehr muslimischen Kleinstadt schnell adieu gesagt  …


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… und uns dem nächsten Besichtigungspunkt zugewandt:

Unweit des Städtchen Gusinje, welches sogar für den gebirgigen Norden Montenegros als abgeschieden gilt, plätschern munter die Ali Pascha Quellen – Bilderbuchquellen, deren Wasser einfach so aus einem Loch in den Wiesen blubbert, aus den Felsen rinnt, sich in einen Teich ergießt …


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und früher auch eine Mühle angetrieben hat, die heute ein tristes Dasein fristet …

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…weitaus einladender war da doch das kleine Restaurant in unmittelbarer Nähe …

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, wo wir von der Chefin in perfektem deutsch empfangen wurden und  die beschauliche Ruhe bei  einem kleinen Nachmittagimbiss genossen…




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Das letzte Teilstück unserer Tagesetappe führt uns dann noch nach Vusanje, wo uns am Übernachtungsplatz die bezaubernde Kulisse


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der Prokletij – Kalkgipfel empfing.


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Eigentlich gibt es hier am  VODAPAD GRLJA ein ganz besonderes geologisches Phänomen … der Fluss stürzt über einen rauschenden Wasserfall in eine Karsthöhle, wo er zunächst einen kleinen unterirdischen See bildet, anschließend weiter in die Finsternis der Höhle abtaucht…. und ein Teil dieses Wassers dann an den Ali Pascha Quellen schließlich wieder zu Tage tritt…

Leider konnten wir den Wasserfall nicht bewundern, da  der Fluss seit August ausgetrocknet ist … WIR konnten dafür zum einen Friedhofsgärtner der besonderen Art bei ihrer Arbeit beobachten…

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und zum anderen eine ganze Reihe anderer  Wandertouristen, die sich ein Stelldichein gaben, denn obwohl wir uns hier an einem völlig  entlegenen Zipfel Montenegros befinden, ist es ein Eldorado für Bergfreunde.


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Panoramas und Nervenkitzel

Obwoh es am Dienstagabend erneut einen schönen Sonnenuntergang gab …


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war der Himmel gestern Morgen trüb und die Wetterfrösche hatten erneut gewittrige Schauer vorhergesagt. Wir rüsten daher zu einem zeitigen Aufbruch und fahren die Panoramastraße des Nantionalparkes, die Ihrem Namen auch ohne Sonnenschein gerecht wird

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weiter nach Zabljak … dort füllen wir in einem Supermarkt unsere Kühlschrankvorräte auf und rollern dann noch knapp 3km weiter zu unserem nächsten Ziel – und Übernachtungsort : zum Crno jezero – dem Schwarzen See.

Dabei handelt es sich um einen Gletschersee in 1416m Höhe der eigentlich aus dem großen und dem kleinen See besteht, die durch einen engen Wasserweg verbunden sind . Je nach Wasserzulauf in die beiden Seen würde sich wohl die Fließrichtung ändern – in den Sommermonaten sinkt der Wasserspiegel aber meist soweit, dass es in dieser Zeit generell 2 unterschiedliche Wasserflächen sind .

Eh wir  den See und die Wasserstände aber persönlich in Augenschein nahmen, stolperten wir praktisch vor unserer “Haustür” über unser Abendbrot,

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nutzten eine recht exakte meteorologische  RegenStorm cloudLightningStorm cloudvorhersage, für eine Kaffeepause und die Anbindung an das Mobilfunknetz zum Versenden der SnailEmail.

Anschließend begaben wir uns auf  die ca. 4km lange Besichtigungstour   rund um den Black Lake.

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Gerade noch so trockenen Fußes kamen wir wieder am Womo an, ehe der nächste Gewitterregenguss niederprasselte und wir gemütlich und im Trockenen unser Pilzmenü verspeisten.

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Da das Wetter gestern der Traumkulisse ja nicht wirklich gerecht wurde, sind wir heute morgen ganz früh erneut zum See marschiert

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und konnten nun auch noch wunderschöne Morgensonnenlichtfotos aufnehmen.

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Anschließend nahm unsere Schnecke Kurs zu einem weiteren Highlight in Montenegro – zu Europas tiefster  Schlucht…die mit stellenweise bis zu 1300m gleichzeitig zu den tiefsten Schluchten der Welt zählt – zum Vergleich der Grand Canyon ist max. 1800m  tief. Die TARA hat sich hier über eine Strecke von rund 78km in den Fels gegraben und windet sich als smaragdgrünes, mit vielen Stromschnellen versehenes Band durch die wunderbare Berglandschaft.


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Wir genießen diesen  Ausblick von der 1940 erbauten Durdevica-Tara – Brücke, die sich etwa in 150m Höhe über die Schlucht spannt …

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… um im Anschluss über ein enges und steil abfallendes Sträßchen einen Abstecher zum Kloster …

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… zu unternehmen.

Vorsichtshalber parken wir unserer Mobil etwas oberhalb der Anlage und gehen die letzten Meter zu Fuß.


Gepflegt, scheinbar bewirtschaftet aber menschenleer, können wir dieses kleine Klösterchen ganz für uns erkunden…

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Da dieser Besuch ein Abstecher war, führt unser Weg noch einmal über die Tarabrücke  und nun ist auch eine menschgemachte Attraktion in Betrieb – denn eine Zipline-Anlage überspannt parallel zur Brücke den Fluss Surprised smileWinking smile

Tom hat mir zuliebe  die Schnecke  also noch einmal gewendet und ich habe mich diesem Nervenkitzel gestellt… Thumbs up cool wars !

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Wieder festen Boden unter den Füßen oder besser den Beifahrersitz unter dem Allerwertesten, ging es gleich noch zu einem weiteren Klösterchen – dem bislang  hier am idyllischsten gelegensten und einladensten Gotteshaus – das Kloster des Hl. George in Dobrilovina in dem derzeit nur eine Nonne lebt.

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Die letzte Tagesetappe  führte uns  noch in einen weiteren Nationalpark – nach Biogradska Gora.

Hier auf gut 1000m gibt es ebenfalls einen Gletschersee, den es zu umrunden galt. Ein  wunderschöner Wanderweg , auf dem man einige der ältesten Bäume Europas bestaunen konnte, lud dazu ein, diesen Urwald zu erkunden.


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Zurück am Womo  blieb unsere Bordküche heut  jedoch geschlossen und wir nutzten die Möglichkeit uns in einem  gleich am Stellplatz gelegenem kleinen Restaurant zu stärken.


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Anschließend wäre zwar ein “Suppenkomaschläfchen” wünschenswert gewesen,so satt wie wir beide waren, aber wir hatten ja noch Pflichten … eine Kontrollrevision an der Solaranlage


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und das Nachbetanken des Wasservorrates waren fällig …  und DAS war diesmal  eine ziemlich langatmige Prozedur um an das kostbare Nass zu gelangen …


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Die restlichen Abendstunden vergingen Bericht schreibend und lesend wie im Fluge  …





 


Fotos am laufenden Band

Gestern Morgen blies ein recht frisches und schon recht stürmisches Lüftchen.

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Trotzdem marschierten wir noch zu einem vom Parkranger als Viewpoint uns empfohlenen  Wegstück etwas unterhalb unseres Stellplätzchens … bis wir ankamen, hatte der Wind auch die wolkigen Schlafmützen von den Gipfel geweht und wir konnten die versprochene Aussicht in vollen Zügen genießen …

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… ehe wir dann das Womo talwärts rollern ließen, nicht  jedoch ohne noch einmal einen kurzen Zwischenwanderstop einzulegen, um

Filmstrip nochmals durch einen der letzten Urwälder Europas  zu marschieren

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Filmstrip wagemutig in die Tiefe zu schauen Surprised smile

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Filmstrip auch hier die phantastische Aussicht

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Filmstrip und den Blick auf  den Skakavac –  mit 75m einem der höchsten Wasserfälle des Landes – zu genießen.


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Im Ort nutzten wir  “unsere”  Wasserstelle natürlich gleich noch einmal , zum Auffüllen …


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ehe wir dann  die nordöstlichste Straße Bosniens befuhren … diese führt entlang der DRINA – Schlucht … landschaftlich wunderschön gelegen,


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schießen hier momentan Campingplätze und Raftingressorts wie Pilze aus der Erde.


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Nach ca. 15 km immer oberhalb des Flusses …

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führte uns diese Holzbrücke …

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in unser nächstes Urlaubsland …

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Nachdem wir bislang in Bosnien mit MARK bezahlen konnten, werden wir hier unsere Rechnungen nun in EURO begleichen …aber vorerst ging die Panoramatour des gestrigen Tages kostenlos weiter … jetzt ist es die PIVA – Schlucht an deren Berghängen sich in unzähligen Kurven und vielen – einfach in den Fels gehauenen Tunneln sich unsere Straße entlangschlängelt und dabei …


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… erst dem Flusslauf folgend und anschließend dem riesigen in einige Seitentäler mündendem  Pivastausee …

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auch bei unserem kleinen Abstecher und ersten Besichtigungsstop  in Montenegro – dem Kloster Piva war kein Euro als Eintritt zu entrichten … diese winzig kleine Klosteranlage gehört zwar hier zu den bedeutendsten Klosteranlagen des Landes, ist aber in keinster Weise mit  denen in Rumänien zu vergleichen.

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Das Besondere an diesem Kloster ist, dass es sich vor 1976 seit seiner Gründung Ende des 16.Jh. durch die Osmanen  als serbisch – orthodoxe Kirche  an einem etwa 9km entfernen Platz befunden hat.

Das historisch wertvolle Kulturgut war jedoch von der Flutung des Tals durch den Piva-Stausee bedroht. Und so wurde das Kloster 1968 Stein für Stein abgetragen, die Fresken wurden von den Wänden abgelöst und nach 12 Jahren mühevollster Kleinarbeit originalgetreu an seinem heutigen Standort wieder aufgebaut.

… doch unsere Fahrt mit phantastischen Landschaftsausblicken war noch nicht zu Ende und ließ bei uns Erinnerungen an die schottischen Highlands aufkommen …


Es ging in  den Durmitor –Nationalpark – der seit 1980 auch zum UNESCO Weltnaturerbe gehört …

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… am Anfang eher nur recht hügelig, stellte sich schnell eine imposante, aber auch recht winddurchzauste Bergkulisse ein …

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…die uns  am Fuße des 2401m hohen Prutas

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einen idealen Übernachtungsort bot.

Nach all diesen wunderbaren Bildern zog die Natur nun noch einen weiteren Joker aus der Tasche – färbte die Landschaft golden und bot uns einen Sonnenuntergang der Superlative …

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und als sei das alles nicht schon genug, gab es sogar noch einen perfekten …

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RegenRainbowbogen …


Nach einer recht kühlen 5°C Nacht auf immerhin ca. 1825m Höhe … bot sich uns heut Morgen perfektes Wanderwetter : mit Sonnenschein und ohne den unangenehmen / kalten Wind von gestern… also Wanderschuhe an und den “ Hausberg” anvisiert …

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auf einem zwar steil ansteigenden, aber gut zu laufenden Pfad ging es recht zügig voran …

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… nach DEM …

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…. Wegzeichen änderte  sich das dann jedoch schlagartig … und wenn schon Tom mir zuruft:

“ naja schön langsam und auf allen vieren müsste es gehen” verheißt das nicht gerade einen ausgelatschten breiten Wanderweg – sondern eher …

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…Kraxeltour mit schöner Surprised smile Tiefblickgarantie  Sick smile

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als dann auch noch der Pfad als Gratweg

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weiterging und die Wanderkarte diese als Strichlienenweg markierte Strecke für die kommenden 3km  so fortführte – siegte die Vernunft über den Ehrgeiz und wir “wendeten”


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…zurück auf weniger  steilem und Adrenalin freisetzendem Terrain gab es erst mal einen ausgedehnten Fotostop

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mit dem Blick zurück …

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… und vorwärts …

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… denn Tom hatte den  etwas kleineren Nebengipfel ins Auge gefasst … dahin gab es zwar keinen Wanderweg, das Gelände bis hinauf, schien aber machbar zu sein … also dann … in Gipfelstürmermanier auf in wegloses Terrain…


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… erst etwas bergab …

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anschließend  wieder hinauf, aber immer umgeben von phantastischen Bergsichten…


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und dann stehen wir auf UNSEREM Gipfel … dem 2302m hohen GRUDA


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Hier oben genießen wir den imposanten Rundumblick

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die absolute Stille und den Sonnenschein, testen die verschiedensten Fotoeinstellmöglichkeiten …

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und fotografieren, fotografieren, fotografieren …

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… aber irgendwann hieß es dann doch, den Rückweg anzutreten

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aber auch immer noch einmal innezuhalten und diese Landschaft zu genießen

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nun sind wir zurück am Stellplatz,


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an dem  inzwischen noch weitere Womo`s unserer Schnecke Gesellschaft leisten, wir mit anderen Urlaubern plaudern und Tom sein “Feierabendbierchen” genießt …

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Ein Tag auf der Alm

Nachdem  wir  – eher ICH Winking smile – gestern Abend extra noch “Bärenfutter” ausgelegt hatten, mussten wir heut Morgen leider feststellen, dass weder Meister Petz  oder anderes Getier, noch die hiesigen Götter uns einen Besuch abgestattet und die Gabe vertilgt hatten … trotzdem lies sich der Tag wettertechnisch prima an und irgendwie kribbelte es schon in den Füßen den zum Greifen nah vor uns liegenden Maglic – den höchsten Berg des Landes  – zu erklimmen.

Aber die von den verschiedensten Seiten prognostizierte unsichere und gewitterlastige  Wettervorhersage, ließ uns dann doch davon Abstand nehmen, diesen 2386m hohen Gipfel zu erwandern.

Wir begnügten uns damit, ihn in gebührendem Abstand und auf einem sehr angenehm zu laufenden,

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schon herbstlich angehauchten,

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aber immer noch blumengesäumten

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Weg ein stückweit zu umrunden und das Wolkenspiel rund um das Felsmassiv zu beobachten.

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Nach doch auch reichlich 10km zurück, gab es im Schneckenhaus eine zünftige Brotzeit,

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ehe wir den restlichen Tag, bei nun doch auch den meteorologischen Vorhersagen entsprechendem Wetter gemütlich lesend verbrachten …


Auf in die Berge…

… als wir gestern zurück am Womo waren, nutzten wir das nach wie vor herrliche Wetter, um den Abend mal VOR…

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…der  Schnecke zu verbringen und dabei einem wunderschönen Sonnenuntergang beizuwohnen …

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und anschließend fleißig am Bericht zu tippen …

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… vom Burg Vampire bat geist gut  bewacht,


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schlummerten wir dann auch friedlich, bis uns heut morgen Donnergrollen weckte. Der Himmel sah dabei zwar aus, als habe Petrus eine Gallenkolick, aber nach ein paar wenigen Regentröpfchen  war alles vorbei und wir marschierten als Morgensport einfach noch  mal ein Stückchen das Tal entlang, hatten uns doch gestern andere sächsische Touristen von einer Schlucht  mit einem Klettersteig ganz in der Nähe berichtet…  allerdings waren entweder deren Zeit – und Wegeangaben nicht exakt oder wir haben etwas falsch verstanden, denn außer dem ebenfalls nur ruinenartig erhaltenem “Torwächter”  zur Festung und unzählige wilde Granatapfelsträucher haben wir nix entdeckt …

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also verabschieden wir uns von dem Stellplätzchen


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sagen von der Straße aus noch einmal TSCHÜSS

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… und rollern durch  einen scheinbar völlig vergessenen Landstrich in südöstliche Richtung weiter. Nur ganz selten finden sich auf den knapp 200km ein paar wenige minikleine Ortschaften, bis auf einmal

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die Braunkohletagebaulandschaft von Gacko auftauchte und sich uns kurz danach die imposante Kulisse des  Sudjeska – Nationalparkes, dem ältesten Nationalpark  Bosniens, darbot.

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Ehe wir gänzlich in die Bergwelt eintauchten, nutzten wir die am Straßenrand geboten Quellwassermöglichkeiten…

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… und mussten uns von einem freundlichen Herren der Nationalparkwacht ordnungsgemäß registrieren lassen …

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…und dann ging es meist in Schrittgeschwindigkeit

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hinauf  zum Wiesenparkplatz auf  immerhin ca 1665 m – und hier stehen wir nun, als einzigste Touristen, mit einem – mal wieder  – atemberaubend schönen Ausblick …

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… Tom hatte noch gar nicht richtig eingeparkt, als es hier oben zur Begrüßung ein kurzes Gewitter gab, welches aber in seinem Gepäck uns  die Abendsonne mitbrachte und  die Bergwelt noch zauberhafter wirken ließ…

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Wir folgen dem Touristenstrom…

…laut Wetterbericht sollte es ja ab heut Morgen regnen und gewittern, aber Petrus meint es gut mit uns und so konnten wir einen wunderschönen, gemütlichen Sommersonnentag verbringen.

Nach dem obligatorischen “Hausputz”

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ging es heut in die – neben Sarajewo – wohl bekannteste Metropole Herzegowinas – nach Mostar.

Der erste Eindruck ließ allerdings nicht erkennen, warum diese Stadt Weltkulturerbestatus hat.

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Wir parkten etwas abseits des Zentrums und pilgerten bequem die ca 2km zur Hauptattraktion des Ortes –  Stari most – der alten Brücke und Namensgeberin der Stadt.

Mit einer lichten Weite von 28,7 Meter und 19 Meter Höhe (im Scheitelpunkt über der Neretva) war sie zur Zeit ihrer Erbauung im 16. Jahrhundert ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst.

Die Brücke gilt seit Jahrhunderten als die symbolische Brücke zwischen Ost und West, nicht nur zwischen der Welt des Christentums und der islamischen Welt, sondern auch zwischen den katholischen Kroaten und orthodoxen Serben. Die Brücke wurde 1993 im Bosnienkrieg zerstört und danach wiederaufgebaut.

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Eine hübsche Altstadt, mit vielen netten kleinen Restaurants und Souvenirlädchen – auch wir wurden fündig – geben diesem Fleckchen Erde ein gemütliches Flair – zumindest, wenn man so zeitig am Tag wie wir unterwegs ist und sich noch kein touristischer Weihnachtsmarktrummel eingestellt hat… Smile with tongue outIMG_20190906_103542IMG_20190906_103254IMG_20190906_102447IMG_20190906_103824IMG_20190906_102243

Auch wenn vieles  schon wieder richtig chic saniert und aufgebaut wurde, darf man  nicht vergessen, dass hier vor wenigen Jahren heftige Kämpfe tobten, bei denen auch die altehrwürdige Brücke völlig zerstört wurde und man an vielen Stellen immer noch die Folgen der Kriegsgeschehnisse 

“bewundern” kann…

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… umso verwunderlicher und makaber ist es, dass aus den Überresten dieser Zeit – die immerhin rund 100000 Tote forderte –  Souvenirs hergestellt werden…

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Etwas nachdenklich bummelten wir zurück Richtung Schnecke und gönnten uns in einem kleinen Straßencafe abseits der Touristen ein Päuschen,


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um dann – gestärkt – ca. 10 km weiter uns erneut in Touristenströme einzureihen und  in Blagaj dem Gemäuer des Derwischs einen  Besuch abzustatten.

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Dies ist ein versteckt auf den Felsen am Flussufer erbautes, historisches Sufi-Kloster mit Mausoleum .IMG_20190906_130802IMG_20190906_132311IMG_20190906_132041IMG_20190906_131745IMG_20190906_131158

Leider fehlten weiterführende Informationen, aber auch hier gab es wunderschön am Fluss gelegene Restaurants die – nicht nur uns – zum Schmausen und Verweilen einluden.

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Anschließend ging es zum letzten Tagesordnungspunkt … Plätzchensuche … aber suchen mussten wir nicht, da mein Planer – super vorbereitet – schon genau wusste, wo wir diesen Abend für uns und  unsere Schnecke ein Schlafplätzchen finden würden… oberhalb des Dervish House / dem Ort Blagaj liegt die Ruine der Festung  Stjepan grad, an deren Zugangspfad sich eine gute und  abgeschiedene Parkmöglichkeit befindet.

Gleichzeitig bot sich natürlich hier auch die Möglichkeit für einen ordentlichen Verdauungsspaziergang inclusive der Eroberung der Festungsmauern, ohne dabei von anderen Touristen “gestört “ zu werden.

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Geschafft!

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…die Wanderung und ICH Confused smile   … aber der Reihe nach:

Auf Sonnenschein und gutes Wetter vertrauend, starteten wir heut morgen trotz dichtem Nebel zu unserer ersten Bergtour.

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Es zeigte sich sehr schnell, dass dies eine gute Entscheidung war, denn die Sonne war fleißig dabei  die grauen   Schleier aufzulösen


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und verwandelte die – in absoluter Stille liegende – Landschaft in eine Traumkulisse aus abertausenden von glitzernden und funkelnden Tautropfen…

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… die uns auf unserem bislang sehr bequemen Weg

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ans andere Ende des Sees begleiteten.

Nun jedoch änderte sich das Streckenprofil … die nächsten 2,5 Stunden hieß es, über Stock und Stein, vorbei an einer noch immer wunderschön blühenden Flora, beständig bergauf zu kraxeln…

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… eigentlich ist das ja auch kein Problem nur irgendwie sind normal große Schritte BERGAN mit meinem Kreuzbein bzw. eher der dort “festgetackerten” A… muskulatur nach gewisser Zeit doch erst nur bedingt kompatibel… also”hutschte “ ich kleinschrittig  und eben pausemachend

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vorwärts … ich hätte natürlich auch den Gipfel weglassen und auf Tom warten können… aber da wäre mir ja zum einen einiges Getier..

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und natürlich die chice Aussicht vom immerhin


 

Screenshot_20190905_121604_com.hoehenmesser.cjphohen Vran entgangen Winking smile 


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nach kurzer Rast …

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hieß es dann immer wieder die Wegemarkierung erspähen und die 1080 Höhenmeter zurück auf Seeniveau zurückzulegen

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Mit Heinoklängen zur Motivation ging es dann auf die letzten 4 sich ziemlich ziehenden Kilometer die die Seeumrundung komplett machten und uns zurück zur Schnecke brachten …immerhin reichlich 25km stecken nun in unseren Beinen und bedurften einer ordentlichen Stärkung…

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… damit JETZT der Bericht auf Reisen gehen kann…EmailSmile

Die ersten Urlaubstage 2019

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WIR SIND WIEDER UNTERWEGS!!


Sonntagmorgen war es nun endlich erneut soweit… unsere Schnecke stand gepackt und abfahrbereit im Hof und wartete darauf von Tom in unser nächstes Balkanabenteuer gestartet zu werden. 

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Die Beifahrerin verhielt sich dabei – wie gewöhnlich Winking smile – von der Haustür bis fast Bratislava ausgesprochen friedlich …

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…und setzte dies auch am Abend gleich fort, IMG_20190901_190430IMG_20190902_072510da ein aufziehendes Gewitter eh den geplanten Abendspaziergang um unserem Nachtstellplatzsee bei Köszeg in Ungarn vereitelte.

Nachdem uns die Regentropfen erst in den Schlaf trommelten, wurden wir von diesen am Montagmorgen auch wieder geweckt und beschlossen daraufhin ohne Unterbrechung unsere Fahrt in unser erstes eigentliches Urlaubsland fortzusetzen.

Nach nunmehr schon 4 Grenzpassagen erreichten wir die EU –außengrenze zu Bosnien- Herzegowina

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Gefasst darauf das die Schnecke hier schon etwas genauer unter die Lupe genommen wird,  passierte jedoch gar nichts, da alle Zollbeamten nur Augen für eine aus der Gegenrichtung kommende, mit Sondersignal ausgestattete Luxuslimousine hatten. Wer immer hinter den schwarz getönten  Scheiben saß, WIR hätten in diesem Moment so ziemlich alles schmuggeln können …

Haben wir aber nicht Winking smile, sondern freuten uns nur, so fix und unbürokratisch in einem uns noch völlig unbekanntem Land angekommen zu sein…

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… und sind überrascht über viele sehr hübsche Häuschen,schmucke, blumenreiche Gärtchen und gute Straßen bzw. Straßenbaumaßnahmen mit reger Bautätigkeit, die bei unserem Eintreffen unterbrochen wird  …

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um uns dann- freundlich zuwinkend – die Durchfahrt zum …

IMG_20190902_155538 Kozara – Nationalpark zu ermöglichen.

Auch an diesem Übernachtungsplatz

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gaben sich Regentropfen und Donnergrollen ein Stelldichein,Gelegenheit  für uns sich gemütlich in die Betten zu kuscheln.

Leider war der Himmel auch Dienstagmorgen noch wolkenverhangen und regnerisch, so dass wir auf eine Wanderung in diesen

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Bergen verzichteten, unsere Fahrt fortsetzten, später eine kurze Wanderung unternahmen

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um dann vor dem BLIHA – Wasserfall zu stehen …

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anschließend sollte es noch eine Stipvisite bei einem weiteren Wasserfall geben, aber nachdem nicht nur die Straße dahin immer schmaler wurde …

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… sondern auch die überhängenden Äste immer tiefer hingen, wollten wir DAS unseren Solarzellen auf dem Womodach  lieber nicht zumuten… also zurück auf breitere Fahrwege und unserem anvisierten Übernachtungsplatz an einem Badesee mit Wasserstelle entgegen… aber auch hier bot sich vor den letzten 700m ein ähnliches Hindernis … eine noch zu überquerende Brücke war auf eine Durchfahrtshöhe von 2,30m begrenzt … also parkten wir kurzerhand auf der Wiese vor dem Wasserlauf und schlugen hier

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unser Nachtlager auf.

Gestern Morgen bummelten wir dann durch die ländliche Idylle …

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… genossen Nah- und Fernblicke …

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stellten mit Bedauern erste Vorboten des Herbstes fest …

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und inspizierten unseren eigentlich geplanten GuteNachtPlatz, den wir anschließend auch auf anderem Wege noch ansteuerten, um unseren Wasservorrat aufzufüllen.

Weiter rollerten wir dann  nach Jajce  – mit seinem mitten in der Stadt gelegenen Wasserfall schon eine touristische Attraktion und wirklich echt sehenswert!!

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Sehenswert war dann auch die Auswahl an den verschiedensten Biersorten die beim anschließenden Besuch in einem bosnischen Supermarkt den Weg in unseren Einkaufswagen gefunden haben Rolling on the floor laughing

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SO gut für die kommenden Tage im Dinargebirge gerüstet, ging es über eine erste Passstraße hinauf auf …

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Filmstrip hinab in eine rießige Hochebene mit einem weithin sichtbaren Kirchenneubau, an dem fleißig gewerkelt wurde ..


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Filmstrip zu leider nicht nur hier noch immer deutlichen Spuren des fürchterlichen Krieges …

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Filmstrip und auch zu unserem Tagesziel: dem ca. 2,1 x 2,5km großen und  auf 1173m gelegenen größten Bergsee des Landes – dem  Blidinje jezero

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Hier angekommen pfiff uns ein stürmisch – kühles Lüftchen um die Ohren und ließ uns erst einmal fix IN die Schnecke verschwinden und bei einem gemütlichen Kaffeetrinken die Aussicht  genießen, einem Kitesurfer zuzuschauen und uns mit der Wandertour für den heutigen Tag vertaut zu machen,eh wir uns dann  dem Wind stellten und einen kleinen Bummel unternahmen.

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Heute Morgen nun ist es nix mit romantischem Sonnenaufgang … dicker Nebel verhüllt den See und die umliegenden Berge.

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… aber die Sonne versucht sich durchzukämpfen…

Schon vorbei :(

… wettertechnisch ein perfekter Feiertag mit Sonnenschein und richtig warmen Temperaturen, lud dieser Montag noch einmal zu einem kleinen Pfingstausflug rund um die Burg Kost ein. Wir wußten zwar schon im Vorfeld, dass diese – wie alle Museen Tschechiens – montags geschlossen sein wird – wollten aber auf einer Wanderung diese trutzige Feste umrunden.

Ein wunderschön angelegter Weg, vorbei an Sandsteinfelsen, einer alten Mühle, durch meterhohe Brennesselpflanzen ;), entlang liebevoll hergerichteter alter Bauernhäuser und Ausblicken auf weitere lohnende Ziele – vielleicht schon zum Saisonstart 2020 ? führte uns unser Weg …

… ehe wir nach knapp 10km wieder am Ausgangspunkt ankamen

… “Ich wäre ja so gern noch geblie ie ie ben” …

aber unser Womo rollerte weiter nach Ebersbach, wo Oma schon mit leckerem Geburtstagskuchen auf Tom wartete …

… nach einem gemütlichen Kaffeeplausch ging es dann auf die letzte Teilstrecke zurück nach Langebrück, dieser Kurztripp war erneut rundum wunderschön und hat die Reiselust und das Fernweh wieder angestachelt … knapp 12 Wochen dauert es nun noch, eh die Schnecke mit uns dann auf GROSSE Tour gehen wird … ich freu mich drauf…

Nachsatz: Dickes Dankeschönküsschen an Tom für seine wiederum perfekte Ziel- und Routenplanung, sowie den rundum Bordservice!!

AHOI & bis Anfang September ;))

Weltkulturerbe

… nun die Suche nach einem neuen Plätzchen dauerte nicht lange und war letztendlich noch schöner, als das von dem wir verscheucht wurden, so dass der Fotomodus am Handy schon am Sonntagmorgen voll auf zu tun hatte …

auch auf unserer Fahrt zu unserem Tagesziel hätte man tausende wunderschöne Blüten ablichten können … eine wahre Pracht

… aber wir wollten ja etwas ganz anderes Prachtvolles bestaunen … dazu rollerten wir nach Kutna Hora, parkten etwas abseits des Zentrums und machten uns auf einem schönen Weg auf, um der zum Unesco Weltkulturerbe gehörenden St.Barbara Kathadrale unsere Aufwartung zu machen…

… und dann steht man ehrfürchtig vor der Leistung der Baumeister und Handwerker vergangener Zeiten vor dieser fünfschiffigen Kirche über das sich drei Kuppeln eines schiefergedeckten Zeltdaches wölben …

… staunt, ist gespannt und begierig diesen sakralen Bau von Innen zu bewundern …

70m lang, 40m breit & 30m hoch ist diese Kathedrale deren Bau um 1388 begann, durch die Hussitenkriege unterbrochen wurde, zu Beginn des 16. Jh mit der dreischiffigen Überbauung des unteren fünfschiffigen Raumes – was nirgendwo seinesgleichen hat – fortgesetzt und 1558 provisorisch beendet wurde …

… wie müssen sich die einfachen Menschen damals gefühlt haben, wenn sie so ein Bauwerk betreten haben, wenn es selbst uns heute noch so beeindruckt?

Im 17./ 18.Jh. hielt auch hier der barocke Baustil Einzug, was für Kenner ;)) v.a. am Orgelprospekt erkennbar ist.

Diese besteht übrigens aus 4000 Pfeiffen, 3 Klaviaturen und 52 Registern

mit den Engeln auf DU & DU

Nach dieser phantastischen Besichtigungstour ging es in Bummellaune gemächlich durch das Städtchen, welches trotz seines Welterbestatuses an diesem Tag sehr moderat von Touristen aus aller Herren Länder besucht wurde und somit einen ausgesprochen positiven Eindruck bei uns hinterlies.

Bei einer kulinarischen Stärkung in einem hübschen kleinen Restaurant …

… tankten wir Kraft für einen Spaziergang zu einer Attraktion ganz anderer Art …

dem Beinhaus von Sedlec

in der dortigen Friedhofskapelle wurden ab ca 1870 von einem Holzschnitzer aus den Gebeinen von ca. 40000 !! Menschen skuriele Kunstwerke geschaffen…

…die Gebeine dazu stammten vom damals über 3ha großenFriedhof des dort ansässigen, aber aufgelösten Klosters auf dessen geweihter Erde sich unzählige Menschen hatten bestatten lassen bzw. durch Pest und Kriege dort beigesetzt worden waren.

Das Beinhaus wurde errichtet, um den Besuchern die Endlichkeit des Lebens bewußt zu machen, es daher sich selbst und anderen gegenüber mehr wertzuschätzen und die irdische Zeit zu nutzen …

… wir taten dies, indem wir nach diesem gruseig – interessanten Besuch noch einen weiteren Besichtigungspunkt ansteuerten und unsere Schnecke nach SADOVA rollern ließen, wo im Juni 1866 der von den Preußen angezettelte Krieg gegen Österreich mit der Schlacht um Königgrätz in die Geschichte einging.

Den letzten Abend unseres Saisonstartes verbrachten wir auf einer kleinen Anhöhe mit einer wunderbaren Rundum – aber vor allem Riesengebirgspanoramaaussicht