Panoramen

Nachdem es in der letzten Nacht so richtig heftig geregnet hatte, bescherten uns die Überreste der dunklen Wolken einen Postkartensonnenaufgang.

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Da glaubt man, nach den Tag – und Abendfotos von gestern, besser geht eigentlich nicht und dann fahren die Fischer doch direkt auf der Sonnenstrahlenwasserstraße ihrer Arbeit entgegen.

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Wir dagegen können noch Urlaub genießen

IMG_20190927_081209und setzen unsere Reise auf einer – wie wohl – wunderschönen Seepanoramastrecke fort.


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Leider konnte Tom die Ausblicke nicht ganz so bestaunen, da die Straße extrem schmal

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war und wir uns doch an einigem Gegenverkehr vorbeischlängeln und – manövrieren mussten,


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so dass wir für ca. 20km zwei Stunden benötigten.

Auf der Fernverkehrsstraße angekommen, lief es dann aber – auch wenn z.T. Baumaßnahmen voll im Gange waren  –

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zügig bis zum nächsten Grenzübergang bei Trebinje, der uns zurück nach Bosnien – Herzegowina brachte.Screenshot_20190928_203833_com.alensw.PicFolderScreenshot_20190928_204004_com.alensw.PicFolder

Durch eine sehr reizvolle,

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äußerst dünn besiedelte, verkehrsarme und größtenteils mit Rebstöcken kultivierte Landschaft,

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zu der wir aber weder im Reiseführer noch im Internet nähere Informationen gefunden haben, gelangten wir zu unserem heutigen Übernachtungsplatz bei Ljubuski.

Hier haben wir dann auch den, an einem der Verkaufsstände erworbenen, Hauswein eines sehr netten BosniersIMG_20190927_154253 

verkostet … und … er schmeckt , mit verschiedenem Käse, leckerem Weißbrot und sonnengereiften Tomaten war es mal wieder ein perfektes Abendmenü … ob wir wirklich davon auch so gut schlafen werden, wie uns der geschäftstüchtige Herr bedeutet hat, werden wir in der nächsten SchenckenSnailEmail postille berichten.

Am See

Auch wenn wir es nicht wirklich wollen, aber so ganz langsam kommen wir auf die Zielgeraden unseres diesjährigen Schneckenabenteuers, darum hieß es heute nicht nur den ganz hohen Bergen

IMG_20190926_084722 sondern ganz Albanien Adieu zu sagen, das dazu am Anfang unserer Fahrt dicke „Regentränen“ kullern lies.

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Noch einmal vorbei am ursprünglichen,

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ländlichen Leben, wo die Tiere noch wichtiger Bestandteil im Alltag der Menschen sind,

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weiter auf eine hochmoderne und neue Autobahn

die sich gigantisch durch die zerklüftete Felslandschaft schlängelte und auf der man selbst hier nicht auf DIESES Verkehrszeichen verzichten kann…

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… kamen wir zügig zum Grenzübergang nach Montenegro und fuhren ohne weiteren Zwischenstopp unserem Tagesziel entgegen – zum Skutarisee, dem größten See der Balkanhalbinsel.

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Auf einer kleinen Hafenmole mitten im Nichts haben wir einen phantastischen Blick über den See

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, in die montenegrinischen Berge und zurück nach Albanien. Da dieser 48 Kilometer lange und bis 14 Kilometer breite See etwa zwei Drittel zu Montenegro und ein Drittel zu Albanien gehört.

Die Ruhe, den Sonnenschein und das Ambiente genießend, haben wir den restlichen Tag hier so richtig ausgekostet

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Wanderung und Pilzernte

Von genau diesem Gemurmel, wurden wir am Mittwochmorgen auch wieder geweckt. Da noch dazu die Sonne schien und nur fotogene Schönwetterwolken den tiefblauen Himmel zierten,

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ließen wir unsere Schnecke hoch hinauf nach Sllatine holpern.

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Ein winziges, in den Hang gekuscheltes Bergdorf, vor dessen Viehgattern, sich ein super Panoramastellplatz befand.

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Hier tauschten wir die 163 Schnecken- PS gegen unsere Muskelkraft und wanderten los.

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In dem ganzen Nationalpark gibt es derzeit nur zwei offizielle Wanderwege und wir waren scheinbar auch die zwei einzigsten Wandertouristen in diesem Gebiet.

Einer der Wege führt auf den Korab, den mit 2764m höchsten Berg Albaniens. Ihn zu besteigen hatten wir nicht vor, zum einen wäre die Strecke von unserem Ausgangsort als Tagestour zu weit

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und zum anderen könnte ein Hinaufkraxeln ohne ortskundige Führung wegen Blindgängern gefährlich sein…

Aber sehen wollten wir ihn schon und wanderten auf dem anderen – nach südländischer Art markierten – Weg steil bergan.

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Ließen dabei den wie ausgestorben wirkenden Ort hinter uns – scheinbar hatte sich die ganze Dorfgemeinschaft für eine Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof versammelt –

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  und konnten eine herrliche Sicht auf das Tal und die gegenüberliegende Luragebirgskette, die touristisch überhaupt noch nicht erschlossen ist, bewundern.

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Dann jedoch verschwand erst der Weg im Wald – nix mehr mit Aussicht und irgendwann auch mal wieder die Wegemarkierung, dafür musste man Pilze hier nicht suchen, sondern nur ernten…

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Einem kleinen Trampelpfad folgend erreichten wir aber auch noch ein Plätzchen, von dem aus der höchste Gipfel unseres Gastgeberlandes zu bestaunen war. Scheinbar extra für uns, hatte er seinen Wolkenmantel kurzzeitig abgelegt.

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Auf gleichem Weg ging es dann mit unserer Pilzernte zurück zum Womo, um dass sich bei unserem Eintreffen eine ganze Schar 8-12 jähriger Jungs tummelte, die eigentlich sicher ihre Kühe hüten sollten, sich aber offensichtlich auch mit ziemlichem „ Wissenesdrang“ unserer Schnecke gewidmet haben und dabei recht rabiat vorgegangen sind – so dass nun diverse Teile verbogen oder ganz ab sind. Ihren Versuch dann auch noch Geld zu erbetteln, wehrten wir vehement ab und rollerten lieber noch ein gutes Stück talwärts.

Fanden einen ebenfalls aussichtsreichen Stellplatz

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und mein 3 Sterne Bordkoch zauberte aus unserem Waldpilzfund

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ein vorzügliches Dinner.

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Länderwechsel

Nachdem es heute Nacht geregnet hat, sieht das Wetter recht durchwachsen aus. Macht aber nichts, da wir den Tag sowieso als Fahrtag eingeplant hatten.

Zuerst aber hieß es noch den Schneckenbericht der letzten Tage mit den entsprechenden Fotos zu vervollständigen und auf Reisen zu schicken, ehe auch wir weiterreisten.

Die Wegstrecke präsentierte sich natürlich wieder mit einem kurvenreichen

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beständigen bergauf und bergab, allerdings auf deutlich besseren und vor allem breiteren Straßen.Vorbei am ältesten ( 2,5 Mio Jahre), tiefsten (287m) und klarstem See des Balkans, dem Ohridsee,


IMG_20190924_124113IMG_20190924_122430 hatte „Karla Kolumna“


IMG_20190924_124139 wie immer vollauf zu tun, all die herrlichen Landschaften

IMG_20190924_104632IMG_20190924_113209IMG_20190924_121434IMG_20190924_125735


und Schnappschüsse

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„in den Kasten zu kriegen“.

Um auf kürzestem Wege unser Etappenziel zu erreichen, hieß es mal eben Albanien „Mirupafshim“ zu sagen und für ca. 1,5 Std. unsere Schnecke durch NordmazedonienScreenshot_20190925_080301_com.alensw.PicFolder  zu chauffieren.

Dicke RegenwolkenIMG_20190924_135333

empfingen uns und wanderten dann die ganze Strecke – die landschaftlich nicht minder reizvoll ist – vor uns her, ließen uns aber größtenteils im Sonnenschein fahren.

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Dieser Sonnenschein täuschte aber nicht darüber hinweg, dass man hier Müllentsorgung in Tonnen / Containern nicht kennt, nicht nutzen kann oder will. Solche wilden Mülldeponien, besonders an Abhängen ins Tal haben wir bisher noch nirgends auf dem Balkan in dem Ausmaß gesehen.

Nun hat uns Albanien wieder! Wir stehen in einem Flussbett am Fuße des Korab-Koritnik Nature Park und werden uns – nachdem wir die Reste von Iliris Kräuter- Pite verspeist habenIMG_20190924_170224,IMG_20190924_170237

vom Murmeln des Flüsschens vor „ unserer Haustür“ in den Schlaf wiegen lassen …

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Von Bergdörfern und Tavernen

Heute starteten wir mit einem Sonne – Wolken – Mix


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in unsere 4. Urlaubswoche die mit dem Besuch zweier alter Bergdörfer beginnen sollte.

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Die Stipvisite im ersten Ort enttäuschte allerdings, so dass wir uns dort nicht lange aufhielten und nur kurz in die beiden Kirchen blickten,


IMG_20190923_125012IMG_20190923_122506IMG_20190923_122441 um dann weiter nach dem hoch in den Bergen

IMG_20190923_134646 auf knapp 1400m liegendem  Ort Dardhe zu rollern und hier vollauf entschädigt zu werden.

Wie die Steindachdörfer letztes Jahr in Griechenland präsentierte sich auch dieses Dorf in solcher Architektur.


DSC04868DSC04866IMG_20190923_142856 Enge Gassen,

IMG_20190923_145551IMG_20190923_144152IMG_20190923_143955 beschauliches Treiben


IMG_20190923_143115IMG_20190923_150307IMG_20190923_145733DSC04872IMG_20190923_145518IMG_20190923_145142IMG_20190923_144926 und einige schon schmuck restaurierte Häuser


IMG_20190923_144710IMG_20190923_144522IMG_20190923_144415luden zu einem ausgedehnten Bummel ein, der uns am Ende unseres Rundganges in Iliris Taverne führte.IMG_20190923_151644IMG_20190923_151829

Hier wurden wir dann aber sowas von mit super leckeren landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt


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und nur ein ordentlicher „ Verdauer“ – in diesem Fall ein RakijaIMG_20190923_165203


– bewahrte uns vor dem Platzen.

Nun liegen wir mit satten Bäuchen in unseren Betten und suchen die Fotos für die Schneckenpost aus.

Tiefe Schlucht und heilendes Wasser

Am Samstagmorgen hatte sich der Gott der Winde, Aiolos, beruhigt. Dafür ließ Poseidon nun die kleinen Kiesel am Strand in seinen sanften Wellen „tanzen“

DSC04805IMG_20190921_095333DSC04808 … genau wie ich meine Finger über die Tastatur. Fertig mit der Schneckenpost, ging es für eine kurze Baderunde in das angenehm temperierte ionische Meer…

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ANMERKUNG : Ich hoffe, MEIN Eintauchen in sein Reich hat den Gott der Meere nicht dazu bewogen am Abend dann bei Durres die Erde beben zu lassen … aber davon haben WIR überhaupt nichts mitbekommen und eh erst sehr viel später erfahren …

Nach der Erfrischungsrunde ließen wir der Schnecke wieder freien Lauf

IMG_20190921_101731und fuhren zunächst noch ein Stück die Küstenstaße weiter,

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ehe wir ins Landesinnere und zurück zu den Bergen abbogen,

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durch wiederum wunderschöne Landschaft hielten wir Kurs auf Ostalbanien, dem wohl noch ursprünglichsten Teil des Landes.

Fanden dabei  eine Brücke, wo wir froh waren, diese NICHT passieren zu müssen,

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ein einsam reichlich sprudelnde Wasserstellen, an denen auch die hiesige Bevölkerung rege zu Gange war,

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ein entlegenes, gut gepflegtes aber offensichtlich unbewohntes Kloster,

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endlich einen Geldautomaten,IMG_20190921_145853

um vorsichtshalber unseren Bargeldvorrat am hiesigen Lek aufzustocken und erreichten nach knapp 4 Stunden unser Tagesziel – Benja.

Dieses kleine Fleckchen Südostalbanien punktet mit mehreren Highlight gleichzeitig.

Einer aus dem Jahre 1760 stammenden ottomanischen Steinbogenbrücke.

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Die sich fast wie ein Eingangstor vor der Lengarica – Schlucht

IMG_20190921_181356über den gleichnamigen Fluss spannt und man sich vor bzw. hinter der Brücke in 30C warmen schwefelhaltigen Thermalbadekolken


IMG_20190922_095728 kostenfrei aalen und die Aussicht auf die bis fast 2500m hohen Gipfel des Nemercka – Gebirges genießen kann.

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Schon die alten Römer schätzten diese Heilquellen, die mit einem Ausstoß von über 160 Litern pro Sekunde die wasserreichsten des Landes sind. Nach so einem Gesundheitsbad


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und der letzten doch etwas unruhigen Nacht schliefen wir beide wie die Murmeltiere.

So gut erholt starteten wir den Sonntagmorgen bei herrlichstem Wetter mit einer Wanderung in die Schlucht.


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Der Wasserpegel versprach eine angenehme Tour durch die Kulisse der zum Teil bis zu 100m hohen Schluchtwände und stellenweise nur 3m breiten Klamm, in deren Höhlen schon die prähistorischer Bewohner aus der Kupfersteinzeit gelegentlich Zuflucht gesucht hatten.


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Kein Klettern über Felsblöcke oder gar schwimmen war erforderlich, einzig ein Waten durch das meist munter dahinplätschernde Flüsschen .

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Einzigstes Manko ( zumindest für Tom ) dieser wunderbaren Wanderung bei der wir mehrfach die Uferseiten wechseln mussten, war der lehmig schmierige Untergrund in dem die Füße egal ob mit oder ohne Schuhen regelrecht angesaugt und festgehalten wurden.


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Nach einer Pause bei dem wir nicht versucht haben aus dem Fröschlein einen Prinzen zu „zaubern“,

IMG_20190922_112712IMG_20190922_112739IMG_20190922_112824 uns aber mit einer Weißweinschorle gestärkt hatten, ging es  – jetzt auch mit Sonnenschein bis auf den Schluchtengrund

IMG_20190922_122602IMG_20190922_122747IMG_20190922_123028IMG_20190922_123036IMG_20190922_123249IMG_20190922_123439IMG_20190922_123455 äußerst gut gelaunt zurück.

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Noch ein Entspannungsbad genossen…

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..und reichlich 4 Stunden nach unserem AbMARSCH saßen wir abFAHRbereit auf unseren Autositzen.

Wenn dann das Navi für eine Wegstrecke von knapp 100 km eine Fahrzeit von mehr als 180min angibt, ist gewiss, dass DIESES

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Verkehrszeichen am häufigsten anzutreffen sein wird.

Es war mal wieder die reinste Panoramafahrt, die jedoch diesmal nur ich genießen konnte,

DSC04827DSC04837DSC04845IMG_20190922_150338IMG_20190922_161507 denn Tom war fast ausschließlich damit beschäftigt, Schlaglöchern auszuweichen und noch viel mehr auf dieser extrem engen und sowas von kurvenreichen

IMG_20190922_154316 Strecke vorab zu erkennen, ob uns etwas entgegenkommt.

Denn so nett und freundlich die Albaner sind, hinter dem Steuer sitzend, fehlt ein vorausschauendes und rücksichtsvolles Fahren fast vollständig. Vielleicht ein Grund für die überdurchschnittlich vielen jahrmarktsbudenmäßig geschmückten Gedenksteine am Straßenrand.

Aber zum Glück ist die Gegend so dünn besiedelt, dass – obwohl die Strecke die Hauptverkehrsader in diesem Gebiet ist – sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen hielt.

Nachdem wir in Erseke, der mit1020m höchstgelegensten Stadt des Landes und schon seit osmanischen Zeiten Marktplatz der Region, noch unseren Lebensmittelvorrat aufgestockt hatten, gab es auf den letzten Tageskilometern dann zumindest neu asphaltierte und etwas breitere Straßen.

So das wir nach 4 Stunden Dauerkurvenfahrt, unseren Übernachtungsplatz ansteuerten und gerade noch so die Sonne verschwinden sahen.IMG_20190922_175609IMG_20190922_175742DSC04858

Dafür bot sich wenige Zeit später ein gigantischer Sternenhimmel. Der uns sogar richtig deutlich die Milchstraße erkennen ließ.

…und weiter nach Süden – die albanische Riviera

Nachdem es am Abend und in der Nacht immer mal wieder recht heftig geregnet hat, sind am Freitagmorgen alle grauen Wolken weitergezogen. Dies werden auch wir – noch schnell ein Foto von dem einsamen Idyll und weiter gehts …


IMG_20190920_084030IMG_20190920_084311allerdings hatte der Regen unsere Fahrpiste in eine richtig lehmig – schmierige “Glatteispiste” verwandelt, die Tom ganz schön ins Schwitzen gebracht hat, um unser ja zwar schon geländegängiges, aber eben doch auch recht schweres Gefährt bis zur echt herbeigesehnten Asphaltstraße zu bekommen.

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Diese hat zwar auch ihre Schwachstellen clip_image002,


IMG_20190920_094404aber allemal besser als so eine Rutschpartie!

Zum Durchschnaufen gab es kurze Zeit später gleich ein altes Gemäuer : Die Festung Bashtova,

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da sie ist die  einzigste venezianische Festung in der Region ist, die nicht auf ältere Festungsbauten zurückgeht, hat Albanien sie als Weltkulturerbe angemeldet – und wir konnten einfach da darin / da darauf herumspazieren … 


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und wahrscheinlich lässt auch dieser Bauer hin und wieder sein Federvieh im Innenhof nach Würmchen picken…

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Frisch betankt und mit klarer Sicht … denn die Lehmspritzer vom Morgen zierten die ganze Schnecke,


IMG_20190920_092315IMG_20190920_095604ging es auf eine neu ausgebaute Autotrasse,


IMG_20190920_101334 die uns zügig weiter nach Süden brachte.

Wir wollten dem Kloster  Zvernec  einen Besuch abstatten.

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Direkt am  südlichen Teil der fischreichen Narta – Lagune gelegen, gelangt man über eine Pfahlbrücke


IMG_20190920_112247 auf die Insel mit dem komplett erhaltenen, hübschen Kirchenkleinod aus dem 13.Jh.

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Wieder auf dem Festland fanden sich auch hier erneut diese Verteidigungsbunker, die unter der Herrschaft von Enver Hoxha im damals kommunistischen Albanien erbaut wurden und der Verteidigung des Landes im Falle einer Invasion durch ausländische Truppen dienen sollte.

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Weiter ging es in südliche Richtung… und DA war es … das MEER – die albanische Rievera.

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Ca 30km führte unser Weg direkt an der Küste entlang und bot einen herrlichen Blick auf die Adria.


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Dann wandte sich die Straße von Sonnenschein und Meer ab, um sich hohen Bergen und dickem Nebel entgegen zu schlängeln.


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Es hieß den Llogara – Pass zu erklimmen,DSC04757

ehe sich die Route wieder ins Tal wandt.

Nach einem Stopp, um die Aussicht auf die Küste und das Wolkenspiel zu genießen,


DSC04761DSC04764DSC04765IMG_20190920_135602IMG_20190920_133348DSC04766 rollerten wir weiter talwärts.DSC04767


Auf einer Anhöhe entdeckten wir dann herrlich gelegene „ Alte Gemäuer“ und da sich eine günstige Parkmöglichkeit bot, gönnten wir den Bremsen unserer Schnecke eine Pause und gingen auf Erkundungstour.

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Die alten Bauten entpuppten sich als ein idyllisch, hoch über dem Meer gelegenes, kleines Dorf, das leider größtenteils verlassen ist. Nur wenige Häuser sind bewohnt

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und in nur einem befindet sich eine paradiesisch gelegene winzige Tarverne.

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Hier genießen wir den phantastischen Blick,


DSC04770 träumen Angel von noch viiiiiiel mehr Zeit, um mit der SchneSnailcke auf Reisen sein zu können – denn gerade mal 25km Luftlinie sind es noch bis Korfu –

IMG_20190920_151400 und wurden durch die kulinarischen Köstlichkeiten des Hauses ins Hier und Jetzt zurückgeholt.

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Zum Abschied beneideten wir den Küchenchef noch kurz um seinen Arbeitsplatz,

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bummelten

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beschwingt zurück zum Womo und rollerten unserem Übernachtungsplatz entgegen.

Hier am Strand angekommen, wehte eine aus den Bergen kommende steife Brise, die nicht zu einem abendlichen Badevergnügen einlud. Stattdessen schlenderten wir die, durch das Ende August liegende Saisonende, verwaiste Promenade entlang und fanden sogar noch ein geöffnetes Restaurant, in dem wir recht lecker angerichtetes Meeresgetier verspeisten.


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Zurück im Schneckenhaus wurden wir bis in die frühen Morgenstunden mit bis zu 40km /h starken Böen ordentlich durchgeschüttelt.




Albanien–die ersten Tage

Nach den 2 letzten, doch recht wanderintensiven Tagen ließen wir unsere 3. ( Surprised smile  – schon ?!? Confused smile ) Urlaubswoche geruhsam angehen.richteten unsere Schnecke abfahrbereit her,

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ließen die milchgebenden Vierbeiner auf ihren Weideplatz ziehen,

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schauten noch einmal in dieses reizvolle Tal zurück,

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sagten

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und rollerten in unser neues Urlaubsland …

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ALBANIEN

empfing uns mit einem gewissen Nationalstolz


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bekannten Tieren Winking smile,

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unbekannten Früchtchen,

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ländlicher Beschaulichkeit,

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bedenklich wirkenden Brücken,

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einer gestrengen Justiz,

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seltsamen Bauten – den Pillboxen… ( Diese wurden hauptsächlich zwischen 1972 und 84 errichtet und sollten jeweils 4 Personen Schutz bieten, meist wurden sie in Dreiergruppen errichtet, waren durch schmale Tunnel miteinander verbunden und reichen mehrere Meter tief in die Erde )

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und mit dem Vermosh – Tal : einer wiederum grandios – alpinen Bergkulisse .

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Erst seit 2016 ist die Straße durch das Tal – die es überhaupt erst seit den 1960ger Jahren gibt, so schön asphaltiert und sicher ausgebaut…


IMG_20190916_115333Wir stoppten für einen Rundumblick

  IMG_20190916_120515IMG_20190916_120742IMG_20190916_120716IMG_20190916_120407IMG_20190916_120336


und setzten dann unsere Fahrt nach Boga IMG_20190916_115755 unserem Zielort fort.

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Auf nicht ganz 1000 m  Höhe gelegen, ist dieses kleine Dorf, mit seinem Boga Alpine Resort – unserem Stellplatz – die letzte Siedlung im Tal des Përroi i thatë – des trockenen Flusses. Mehrere über 2000 Meter hohe Berge erheben sich auf beiden Seiten des Tals und bieten ein phantastisches Ambiente


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für eine Runde “Nixtun”.

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Denn hier auf diesem kleinen Campingplatz mit Bauernhofidylle


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wird super lecker frisch gekocht,

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wir haben fließend Wasser, direkt neben dem Womo und keine 20m entfernt eine DUSCHE, darum bleiben wir auch den ganzen Dienstag hier, testen unseren Scrubba ‘Wash Bag’ – die wohl kleinste Waschmaschine der Welt, ich schrubbelte und spülte

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Tom plante und verwöhnte

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und unsere Wäsche  und wir genossen die Outdoortrocknung mit Bergblick Winking smile

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Natürlich wurde auch stundenlang  fleißig an der SchneckenSnailEmailPost geschrieben, formuliert und getippt…IMG_20190917_202344IMG_20190917_202628… bis die untergehende Sonne

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uns erneut in das kleine Resortrestaurant zu einem leckeren Abendmahl lockteIMG_20190917_193439


Da es beide Abende soprima geschmeckt hatte, beschlossen wir am nächsten Morgen auch einmal das lokale Frühstücksangebot zu testen und es hat sich rundum gelohnt, herrlich im Sonnenschein sitzend ließen wir uns regionale Köstlichkeiten munden.

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Nach einer kurzen Fachsimpelei mit Schweizer WohnkabinenbesitzernIMG_20190918_094157 nahmen wir Abschied von diesem Tal

IMG_20190918_095144IMG_20190918_100409 und vorerst auch von den Bergen, denn wir rollerten gen Süden …


Natürlich nicht, ohne an einem der Nationalheiligtümer der Albaner zu stoppen. Die mittelalterlich geprägte Stadt Kruja   entwickelte sich im 15.Jh.   zum bedeutendsten Verteidigungsort Skanderbegs gegen die Türken. Viele Jahrzehnte wurde von hier aus das Land erfolgreich abgesichert.

Die Stadt selbst ist allerdings noch deutlich älter, Ihre Wurzeln gehen bis ins 3Jh. vor Chr. zurück und die Burg – und Festungsanlage ist seit dem 4./5. Jh. bewohnt

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Malerisch auf einem in ca 600m Höhe gelegenem Plateau der Steilhänge des bis zu 1800m hohen Skanderbeggebirges thronen die Überreste dieser Wehranlage.

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Trotz einer Reihe von Touristen ist man in den verwinkelten Gässchen der Festungsanlage, in denen Einheimische leben, fast allein.

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Wir stießen bei unserem Bummel auf so einen Festungsbewoher, kamen mit ihm ins Gespräch und er lud uns ganz spontan zu sich in sein Häuschen ein .

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So ganz Geheuer war mir das zwar nicht, WIR würden ja nicht wildfremde Touristen einfach mit nach Hause nehmen… aber  die Gastfreundschaft hier in den Ländern des Balkans ist nun mal eine ganz andere…

Und bei einem Tässchen Türkischen Kaffees erfuhren wir so auch einiges über ihn sowie Land und Leute, was nicht in den Reiseführern zu lesen ist…IMG_20190918_142448IMG_20190918_143416IMG_20190918_143540

Nach diesem unerwarteten und irgendwie berührenden Zwischenstopp schlenderten wir noch etwas weiter durch die stillen kleinen Gässchen, mit uralten Olivenbäumen und  hübsch angelegten Restaurants

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ehe wir die geschichtsträchtigen Mauern verließen .

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Vor den Burgtoren schließt sich das im Original mit seinen Holzhäusern im Mittelalterstil und den Kopfsteinpflastersträßchen  erhaltene Bazarviertel an,


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das zum Naschen,

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Bummeln und Schauen einlud …


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Zurück am Womo setzten wir unsere Fahrt nach Süden  fort… die uns verkehrstechnisch durch den Großraum  Tirana – Durres führte … da gab es erstmals wieder so etwas wie eine Autobahn, aber mit seeehr eigenen Regeln… mit Fußgängern, entgegenkommenden Rädern, Mopeds auf dem Standstreifen, Auf / Abfahrten die eigentlich keine sind und gefährlich hohen Beladungen Surprised smile

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…trotz dieses südländischen Fahrgebahrens sind wir aber gut an unserm Ziel im Süden angekommen und stehen nun an einem einsamen Strandplatz weit weg von Häusern, Hotels und Touristen und konnten gestern Abend ein schönes Sonnenuntergangsdinner am Meer genießen.

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Der Donnerstagmorgen lockte  uns mit Sonnenschein in unsere Liegestühle


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in denen wir lesend und faulenzend den Tag verbrachten, ehe am späten Nachmittag dunkle Wolken und heftiger Wind


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uns lieber ins Schneckenhaus zurückziehen  ließen…

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… um von da aus das Treiben der Natur zu beobachten .

Gipfelgrat und wilde Tiere

Ein SonnSuntag an dem man von  Sonnenschein  geweckt wurde,

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Muskelkater der durch ordentliche “Nachbereitung”

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erstaunlich gering ausfiel, denn durch die Suche nach dem Weg gestern, sind wir auf deutlich mehr Höhenmeter gekommenWinking smile … und eine Landschaft in der man einfach wandern gehen MUSS, ließ uns erneut  Bergstiefel

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und Rucksack schnüren und das Tal in die andere Richtung hinaus verlassen.

Diesmal mit anfänglich umfangreicher Beschilderung…

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… ging es auf sonnigen Wegen vorbei an dörflicher Idylle…

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durch Waldabschnitte in denen man herrliche Märchenfilme drehen könnte,

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an Almwiesen, die im Frühsommer ein Blütenmeer sein müssen

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und uns jetzt als Boten ihrer Frucht- und Samenstände nutzten.

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Hier gab es nun schon wieder keine Wegzeichen mehr und bei unserer etwas ratlosen Suche gesellte sich mit riesigen Sprüngen und schwanzwedelnd ein ziemlich großer vierbeiniger Geselle zu uns –

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vielleicht hilft er öfters suchenden Wandersleuten das

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Markierungszeichen wiederzufinden.  Er begleitete uns jedenfalls dann noch eine ganze Weile bergan, ehe er wieder seiner eigenen Wege ging.

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Die blumigen Schönheiten …

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und gaaanz viele super leckere

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Heidelbeeren säumten weiterhin unseren Pfad.

So schmausend  …


IMG_20190915_141206… und auch hier  immer wieder die Aussicht bewundernd…

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… hatten wir zügig die Sattelhöhe erreicht, die uns bei einem Päuschen den Blick auf die andere Talseite Richtung Kosovo ermöglichte.

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Auf einmal kamen in gestrecktem Galopp einige Pferde auf uns zugestürmt, hinter denen ein wild gestigulierender, rufender und schon recht betagter Mann her war…

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… gut das wir etwas abseits des Weges saßen und so den talwärtsjagenden  und in jeden Indianerfilm passenden Tieren nicht im Wege waren.

  Wir setzten unsere Wanderung  in die andere Richtung fort und gelangen auf eine wunderschöne, hügelige Hochebene …

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… als auf einmal ein so richtig bösartig klingendes, wolfsartig anmutendes Hundegeheul und Gebell einsetzte, ohne das wir das oder besser die Tiere sehen konnten.

Ich habe ja vor den Straßenhunden, denen wir bislang immer wieder einmal begegnen, eigentlich keine Angst, aber dieses nun auch noch unverkennbar näherkommendes  Gekläff wirkt richtig bedrohlich…

Was nun? Wir verlassen unseren eigentlichen Wanderweg, folgen einem gipfelwärtsführenden Gratweg, aber das Geheul bleibt uns auf den Fersen, inzwischen können wir 2 ähnlich große Tiere, wie unseren netten Begleiter von vorhin ausmachen, die scheinbar nicht die Absicht haben uns friedlich weiterziehen zu lassen… wir bewaffnen uns daher mit Steinen und Stöcken und ich”rette” mich mitten in die Latschenkiefern.

Auf einmal hören wir den “Pferdeflüsterer” von vorhin rufen… können ihn als kleinen Punkt ausmachen und erkennen, das er uns andeutet einfach weiterzugehen… nach einigem Zögern tun wir dies mit mulmigen Gefühl dann auch, schleppen aber unsere “ Waffen” noch ein gutes Stück mit bergan, können wir doch zumindest einen der  “Werwölfe” Winking smileSmile with tongue outWinking smile immer noch sehen, wie er uns beäugt und beobachtet…

Irgendwann entledigen wir uns unserer Munition und haben ein neues Problem … wir sind auf dem falschen Weg… aber zurück gehen, kam definitiv nicht in Betracht.

Also marschieren wir den – ohne Frage – wunderschönen Gratweg erst einmal bis nach oben

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sind dadurch  auf  2107m angekommen… genießen das 360° Panorama.


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Da DER Wanderweg hier hinAUF in ein völlig falsches Tal hinAB führt, befragen wir unsere Wanderapp nach alternativen Abstiegswegen. …

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DIESE gibt zwar diverse Varianten an, aber wir haben ja so unsere Erfahrungen …Sarcastic smile

Da hier  oben zu bleiben auch keine Option ist, nehmen wir erst einmal einen gemütlich abfallenden Trampelpfad, auf dem sich zumindest Kuhfladen befinden… DSC04686DSC04682DSC04680IMG_20190915_151147IMG_20190915_150742IMG_20190915_145521…… haben trotz allem die Muße das Ganze auch zu genießen und nehmen einen hier oben niedergehenden gasgefüllten Luftballon als gutes Ohmen…

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auch wenn Tom akribisch jeden zu erkennenden Pfad mit den Wegen  auf seiner App abgleicht.IMG_20190915_144845

Auf diese Weise kommen wir recht gut talwärts voran

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und konnten dann auch  unser Womo entdecken…

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um das zu erreichen, lagen aber noch einige Höhenmeter, ein richtig farnbestandener Urwald

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und jede Menge Totholz vor uns

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… doch dann hatte uns die Zivilisation wieder Winking smile 

 

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Auf dem Weg zum Stellplatz trafen wir zwar noch auf eine Kuh, die komplett ihr Gattertor demoliert hatte …

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… aber dann zog friedliche Abendstimmung im Tal ein …

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so das  wir  gutIMG_20190915_180502IMG_20190915_180851 und etwas geschafft

IMG_20190915_181829in der Schnecke angekommen sind.

Verloren in der Wildnis

Darum hieß es am Samstagmorgen auch die ersten wärmenden Sonnenstrahlen abwarten und dann … auf in die Berge.

Tom hatte auf unserer Wanderapp eine schöne Tour rausgesucht und so marschierten wir gut gelaunt und motiviert – für  die vorhergesagten 1050 Höhenmeter bergan – los .

Bestaunten  die recht rege genutzte Huckelpiste


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die kleinen Schönheiten am Wegesrand

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und die hohen Berge, die unseren Weg säumten .

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Das Wegemarkierungen hier in südlichen Gefilden nicht ganz so üppig  und akkurat sind, ist uns nicht neu, darum verwunderte es uns auch nicht sonderlich, dass der im Navi ausgewiesene Wanderabzweig nicht SO erkennbar war, wir stapfen also munter ins Unterholz

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und finden dann auch eine Art Trampelpfad

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der der Richtung nach passte und durch urigen und herrlich bemoosten Wald führte…

.IMG_20190914_102803IMG_20190914_100723IMG_20190914_102656 … und schon hier auch immer mal wieder einen Blick ins Tal zuließ …

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… leider verlor sich diese Spur dann irgendwann in unwegsamen Gestrüpp … Tom orientiert sich weiter, immer an den zwar nicht geplanten aber in der Wanderapp eingetragenen Wegen, nur da wo sie sein sollten, gab es nicht wirklich WEGE … aber nach Gestrüpp, für das man gut und gerne ein Buschmesser hätte gebrauchen können, erleichterte erst einmal ein recht ordentliches Gröllfeld…

 

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…unsere Suche nach einem RICHTIGEN Wanderweg .

Erstaunlich war, wie Wind und Wetter diese Steinbrocken geformt hatten und wie mutig sich Pflanzen in den kleinen Rissen ihr Dasein erkämpfen… 

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… wir  “ kämpften” gegen unerwartete Tiere Surprised smile IMG_20190914_121704 und uns immer weiter vorwärts … …

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……erreichten einen Sattel auf dem wir uns stärkten und die Aussicht genossen…

nIMG_20190914_120010IMG_20190914_122648IMG_20190914_121141

 … … um dann die Pirsch nach dem Wanderweg wieder aufzunehmen und endlich

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eine Wegemarkierung zu entdecken… schon erstaunlich, wie erleichternd so ein bisschen Farbe  auf Fels wirken kann Winking smile … mit Argusaugen verfolgten wir  nun für den  Rest des Tages  diese Symbole  …

Der zwar markierte, aber stellenweise nicht wirkliche “Weg”

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schlängelt sich um Felsvorsprünge herum immer noch höher hinauf

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und bietet hinter jeder Kurve neue, kleine wie große bezaubernde Bergsichten

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hier oben verläuft  übrigens auch die Grenze zu Albanien, aber da wollten wir am Samstag noch nicht hin und nehmen  über herrliche Almpfade Kurs zurück Richtung Schnecke

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ImTal begleiten uns die letzten Sonnenstrahlen IMG_20190914_175355IMG_20190914_175329IMG_20190914_175246

und gemütlich lassen wir diesen aufregenden aber wunderschönen Tag ausklingen…IMG_20190914_195433